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Alle Berichte von Dirk Windbergs Dudelsackklänge zogen über die Bachstraße Am Samstag ging der öffentliche Kunst
& Kulturadventskalender im kunst&kulturhaus bachstraße in die diesjährige Runde. Vor dem blau illuminierten Haus hatte sich eine große Menge Menschen eingefunden die mit schottischen Klängen aus
dem Dudelsack, gespielt von Franz Heinrich Busch, begrüßt wurden. Danach ging es ins Haus und die Viersener Formation Kenavo verzauberte mit bretonischer Musik. „Das so viele Menschen kommen würden
hatten wir nicht gedacht.“ freute sich die Organisatorin Dagmar Reichel. Der Kunst & Kulturadventkalender wurde im letzten Jahr aus einer spontanen Idee ins Leben gerufen und auch in diesem Jahr wird
sich wieder, vom 01. – 24. Dezember täglich um 19 Uhr, ein Fenster öffnen. Neunzehn Künstler aus dem lokalen und überregionalen Raum sind mit dabei, die mit Installationen, Lesungen, Improtheater,
Multimedia und Fotopräsentationen Einblicke in die Kunstszene bieten. „Sogar befreundete Künstler aus München, Düsseldorf und aus Tschechien werden Arbeiten präsentieren!“ erklärte der Mitorganisator
Dirk Windbergs. „Nach dem tollen Auftakt bin ich mal sehr gespannt was in den nächsten Tagen geboten wird. Ich schau jetzt mal öfter vorbei!“ meinte eine Besucherin. Alle Veranstaltungen sind gratis zu
bewundern und an den Samstagen wird das Publikum, nach einem Auftakt im Fenster, ins Haus gebeten um im Warmen die jeweilige Veranstaltung zu genießen.
Herr Pause gab sich die Ehre Das zweite Fenster des
Adventskalenders konnte nur drinnen stattfinden. Der Regen trieb das Publikum ins gut beheizte Haus. Drinnen gab es eigene Texte vom Verfasser Markim Pause höchst selbst vorgetragen. Er nahm sein
Publikum mit auf eine Reise durch den alltäglichen vorweihnachtlichen Wahnsinn. Da wurde kurzerhand die These aufgestellt: Wenn Weihnachten immer mehr zu X-mas wird, ist es nur logisch das auch der
Weihnachtsmann zu X-men wird. Wer die Texte von Herrn Pause kennt kann sich vorstellen was dabei herauskommt. Eine sehr stimmungsvolle Lesung, spontan musikalisch begleitet von Michael Klingen.
You be my star, Baby! Bühne, Licht, Klang und eine Leiter.
Für Windbergs braucht es nicht mehr zum Starsein. Die Projektion eines Kurzfilms bildete den dritten Beitrag zum Kunst&Kulturadventskalenders in der Bachstraße. In dem Film spielten diese Utensilien
eine große Rolle. Leider zeigte sich auch am heutigen Abend das Wetter nicht gnädig und machten den Besuchern den Genuss des Filmes nicht ganz so leicht. Ein paar Tapfere hielten jedoch vor dem Haus aus
und zeigten wieder mal das kein Wetter zu schlecht für Kunst & Kultur ist.
Zum zweiten Mal dabei… waren die beiden Vorleserinnen Ursula
Meyer / Anne Lingen Bloemers. Wie schon im letzten Jahr setzten sich beide, dick eingepackt, ins vierte Fenster bzw. Türchen des Adventskalenders. Sie versetzten die zahlreichen Zuschauer mit Gedichten
und kleinen Geschichten ca. 30 Minuten in besinnliche Vorweihnachtsstimmung. „Die ausgewählten Geschichten sind nicht immer leichte Kost, sondern regen zum Nachdenken an.“ sagte Lingen Bloemers. Diese
Anregung nahm das Publikum gerne auf und belohnte die beiden Vorleserinnen mit Applause.
Was aus Papiertaschentüchern werden kann… zeigte im fünften Fenster Brigitte c.
Reichl. Die Münchner Künstlerin trug mit ihren Kollagen aus diesem unterschätzten Material zum Adventskalender bei. Während andere Menschen die Tücher nur zum Naseputzen benutzen, verarbeitet Reichl die
dünnen Papierbahnen zu großen poetischen Fahnen die mit Naturmaterialien und Zeichnungen kleine Geschichten erzählen. Die Wirkung der Werke wurde noch verstärkt durch eine sich langsam verändernde
Beleuchtung die noch mal die Struktur und Tiefe hervorhob. Leider konnte die Künstlerin nicht selber anwesend sein.
Letzte Station Bachstraße Der Nikolaus verabschiedete sich im
Rahmen des sechsten Fensters des Adventskalenders von der vorweihnachtlichen Welt. Er versprach jedoch im nächsten Jahr wieder zu kommen. Schon im letzten Jahr kündigte er seinen Jahresurlaub auf der
Bachstraße an. Eine nicht ganz ernst gemeinte Projektion beschäftigte sich mit dem Gedanken: „Was macht eigentlich St. Nikolaus den Rest des Jahres?“. Ein Gedanke der von den Betrachtern bei Kaffee und
Tee heiß diskutiert wurde. Es wurde jedoch keine abschließende Antwort gefunden.
Es muss Brennen Vor der Türe Nr. 7 tat sich schon
weit vor 19 Uhr etwas. Eine Platte wurde aufgebaut, ein Brenngerät wurde aufgestellt und verschiedene Farbbehälter wurden zurecht gerückt. Pünktlich um 19 Uhr öffnete sich dann ein zweites Mal die Türe,
das Licht ging an und Barbara Schmitz Becker begann mit der Arbeit an ihrem Brandbild. Sie trug in verschiedenen Schüttungen Farbe auf die vorbereitete Holzplatte auf und ging dann mit dem Brenner daran
die Oberfläche zu bearbeiten. Mit der bläuliche Flamme brannte / trocknete / transformierte Schmitz Becker die Oberfläche zu einem Kunstwerk. In gebührendem Abstand wurde die Künstlerin vom
Publikum beobachtet. „Eine sehr beeindruckende Art Bilder zu schaffen!“ waren sich die Beobachter einig.
Doppelfenster Das achte Fenster am Samstag lud die
Besucher wieder ein ins Kunst&Kulturhaus Bachstraße zu kommen. Zum einen lud Dagmar Reichel zur Eröffnung ihrer Ausstellung „ ich und alles andere“ ein. Reichel präsentierte neben neuen und
ungezeigten Bildern auch einen Überblick über das Werk der letzten sieben Jahre. Zum anderen spielten in dieser beeindruckenden Kulisse das Duo Komponentenkleber aus Viersen ein Konzert mit meditativen
synthetischen und analogen Klängen. Viele der musikalischen Improvisationen haben persönlich Erlebnisse als Hintergrund und bezogen sich auch auf den Raum in dem sie erklangen. Einige der Besucher saßen
auf dem Boden und ließen diese stimmige Vermischung von bildender Kunst und Musik auf sich wirken.
Das lange D erschallte und das Fenster öffnete
sich. 19 Uhr. Bachstraße. Pünktlich beginnt es zu regnen. Also alles in Ordnung. Was denkt sich ein Wettergott wenn er den ganzen Tag schönes Wetter macht und dann abends die Schleusen öffnet? Egal!
Andre Duldhardt ließ sich nicht beirren, postierte ein Laterne vor dem Fenster und freute sich mit den Veranstaltern am gelungen neunten Fenster des Adventskalenders. Zu sehen gab es eine vielschichtige
Fotoarbeit die ins Fenster projiziert wurde. Sie entfaltete in Verbindung mit den Obertongesängen (das lange D) eine fast hypnotische Wirkung. Eine Besucherin fand an diesem verregneten Abend den Weg in
die Bachstraße. Die war sehr begeistert „Eine schöne Arbeit die gut in die besinnliche Jahreszeit passt!“ urteilte sie.
Das musste mal gesagt werde... “K statt Z = Kultur statt Zensur”.
Henning Puppe erweiterte unter dem Titel „K statt Z oder die Quadratur der Feuerfenster“ sein im letzten Jahr entstandenes Werk an einem Fenster des kunst&kulturhaus bachstraße. Über weitere drei
Fenster zogen sich nun die Ornamente die der Grafiker aus roter Klebefolie schnitt und sorgfältig auf die Fensterscheiben klebte. Um 19 Uhr gingen dann nacheinander alle vier Fenster auf und das Werk
zeigte sich, von hinten mit starken Strahlern beleuchtet, dem Publikum. „Kein Problem wenn die Folien morgen wieder abgezogen werden. Ich arbeite für den Moment. Viele meiner Installationen sind
ausdrücklich temporär angelegt und hier war klar das die Fenster für die restlichen nächsten Tage wieder frei sein müssen.“. „Ich freu mich, dass das bestehende Werk ergänzt wurde und Henning mit der
Arbeit ein Statement gegeben hat, dem ich mich voll und ganz anschließen kann. Es braucht allgemein mehr Spielplätze für die Vielfältigkeit von Kunst & Kultur“ schließt Dirk Windbergs, Mitorganisator
des Adventskalenders, zufrieden an.
Wir warten aufs… ja worauf warten wir eigentlich? Eine
Frage die Tilman Neubert mit seiner Photoanimation im Fenster Nr. 11 zu ergründen versucht. In einer Abfolge von Bildern von Wartehäuschen der verschiedensten Art und Szenen in schwarz/weiß, die Menschen
beim Warten an einer Straßenbahnhaltestelle zeigten wurde gezeigt wie sich Menschen die Zeit beim Warten vertreiben. Die einen wandern unstet umher die anderen nutzen verschiedenste Ausdrucksweisen um
die Umgebung ihren Bedürfnissen anzupassen. Egal ob mit Sprühdose, Edding oder Ziegelstein. Ein Ausdruck von Zeitgeist? Mit der Suche nach einer Antwort warf Neubert viele weitere Fragen auf mit denen
sich die Besucher auseinander setzten konnten.
Ich habe einen Traum! Ruppe Kosseleck aus Münster ist ein
Spinner! 1000 Hochs solchen Spinnern!!! Wenn nur einige mehr solcher visionäre Menschen an den richtigen Stellen säßen wäre die Welt eine großes Stück besser! Der Künstler aus Münster stellte sein
Projekt „Feindliche Übernahme von BP“ im Fenster Nr. 12 vor. Sein Plan ist so einfach wie genial! Er will die Aktienmehrheit am Konzern übernehmen indem er die gesammelten Abfälle von BP zum Kauf
anbietet um wiederum davon BP Aktien zu kaufen. Wer mehr darüber erfahren will schaut unter: http://www.take-over-bp.com und freut sich ein Loch in den Bauch! Danke!
13 Variationen im 13. Fenster Sabine Borchert aus Viersen zeigte
was aus einer 13 alles werden kann. In kleinen Zeichnungen variierte sie die Ziffer 13 in fröhliche, nachdenkliche und weihnachtliche Bilder. Diese wurden durch Kerzenlicht und (was ein Stress ;0)) 13
Wunderkerzen beleuchtet. Der Christstollen in dem diese steckten wurde nachher mit Genuss vom Publikum verputzt. „Das ist das dreizehnte Fenster in diesem Jahr
und mit den Vierundzwanzig vom letzten Jahr habe ich 37 verschiedene Aktionen gesehen. Es ist unglaublich wie breit die Möglichkeiten des künstlerischen Ausdrucks sind. Jeden Tag ist es wie Heiligabend! Immer wieder ein wunderschönes Erlebnis!“ zog Dirk Windbergs eine Zwischenbilanz.
Es liegt was in der Luft Neben Tannenbaum, Kerzen und Gebäck
gibt es noch etwas ganz Wichtiges beim Weihnachtsfest. Der Duft! Der ganz eigene Geruch von Weihnachten. Diesem widmete sich Katrin Petri aus Krefeld im Fenster Nr. 14.. Durch eine Schattenwand konnte
man die typischen Zeichen von Weinacht als Umrisse und von verschiedenen Farben beleuchtet sehen. Dazu waberte aber auch ein Duft von mehreren Räucherstäbchen ums Haus welcher den Bildern noch eine
weitere Komponente hinzufügte. Man stand frierend, staunend und schnuppernd vor dem Haus und freut sich auf die anstehenden Weihnachtstage.
Wo ist Norbert? Diese Frage konnte die gleichnamige
Improtheatergruppe auch nicht beantworten. Was die sieben Spieler, unterstütz vom gruppeneigenen Musiker, jedoch nicht davon abhielt eine Improshow vom feinsten hinzulegen. Improtheater ist eine
Theaterform bei der es kein Drehbuch gibt. Das Publikum bestimmt durch Vorgaben wie Ort, Personen oder Gefühle die Szene die gespielt wir. Da wurde mit der Weihnachtsgans gekämpft, der Weihnachtsbaum
wurde fast angezündet oder es wurde im Wechsel mal in einer Phantasiesprache und in Deutsch über das Geschenk gestritten. Wie immer an den Samstagen fand der größte Teil des Programms im Hause statt und
das Publikum hatte viel Spaß an den verwegenen Theaterexperimenten die von Tilman Neubert, dem Leiter der Gruppe, moderiert wurden.
Neue Wege zur Bildgestaltung… …ging, im Fenster Nummer sechzehn,
der Architekt Klaus Schmitz Becker. Wer um 19 Uhr zur Bachstraße kam blickte erstaunt auf eine Konstruktion aus Holz und einer Leitplanke die man von Autobahnen kennt. Auf dieser, zu einer schrägen
Kugelbahn verbauten Planke, ließ Schmitz Becker immer wieder eine schwere Betonkugel rollen die am Ende auf einen kleinen mit Farbe gefüllten Behälter knallte und die Farbe (nicht nur) auf dem bereit
gelegten Bildträger verteilte. Die Idee zu dieser Konstruktion entstand im
Sommer auf einem Kunstsymposium. Sie sollte die Grenze zwischen planvollem / gesteuertem künstlerischen Prozess und dem Zufall als kreatives Element ausloten. Auf alle Fällte machte das Ding einen „Höllenkrach“ und brachte den Spaß am Tun allen Beteiligten und den Zuschauern wieder nahe. Kunst mit einem Augenzwinkern. Danke!
Musik liegt in der Luft 1! Mit ihrem Saxophon und viel
Spielfreude gestaltete Maike Radermacher Fenster Nr. 17 des Kunst&Kulturadventskalenders auf der Bachstraße. Moderne und klassische Weihnachtslieder gehörten zum Repertoire der jungen Musikerin. Wie
schon im letzten Jahr verzauberte Sie die Zuhörer mit ihren vorweihnachtlichen Liedern. Begeistert wurde applaudiert und vehement um mehrer Zugaben gebeten. Ein weiterer stimmungsvoller Höhepunkt dieses
Jahres.
Musik liegt in der Luft 2! Um ganz anderer Musik und den dazu
passenden Bildern ging es im Fenster Nummer achtzehn des diesjährigen Adventskalenders. Michael Klingen als Soloprojekt „Schlepptau“ präsentierte zum ersten Mal zwei seine neuesten Lieder als Video.
Ruhig interpretierte Lieder wurden beeindruckend durch Bilder untermalt. Die Stücke Hinterfragen und forderten die Betrachter auf Nachzudenken. Zwei Musikvideos die in die besinnlichste Zeit des Jahres
passen.
Das Werk mit der weitesten Anreise… … in diesem Jahr war der Beitrag von
Vladimir Kovarik und Richard Vodicka aus Tschechien. Der Direktor für Bildende Kunst der Tomas-Bata-Universität Kovarik und der Dozent für Kunstgeschichte Vodicka lehren nicht nur sie sind auch als
Künstler und Designer tätig. Fenster Nr. 19 war ein beeindruckend schlichter Vorschlag die Zahl 19 in einen vorweihnachtlichen Kontext zu setzten. Auf einem vor Kälte beschlagenen Fenster sollte die
römische Ziffer XIX zu sehen sein. „Da es in unseren Breitengraden und mit allgegenwärtigen Doppelverglasungen schwer würde die Scheiben des kunst&kulturhauses beschlagen zu lassen, musste ich ein
wenig Tricksen!“ erklärte Windbergs der den via email übermittelten Auftrag umsetzten sollte. „Mir kam dann die Idee den Dampf durch Kunstschnee aus der Dose zu ersetzen. Nicht so klassisch wie geplant
aber es war nicht anders möglich.“. Die Wirkung ist erzielt und das ist doch die Hauptsache.
Zeigt her eure T-shirts. Der Siebdrucker „fairage“ aus
Mönchengladbach bedruckte live im Fenster Nr. 20 mitgebrachte Kleidungsstücke. Der / Die Druckwillige konnte aus vielen Motiven auswählen und beim bedrucken zuschauen. Der Raum des Hauses verwandelte
sich in eine kreative ART-Boutique. Untermalt wurde das Specktakel von „delectable mosquito“, einem Kurzfilmer aus Wuppertal der zur Weltpremiere seines neuesten Kurzfilms einlud der von innen wie von
außen zu betrachten war. Die beiden Kreativen bereicherten den Kunst&Kulturadventskalender um eine moderne, sehr zeitgemäße Note! Kunst in nicht klassischem Gewand!
Irritation vs. Weihnachten Die Gäste die die „LiveLateNight“ von
den monatlichen Veranstaltungen hier im Haus kannten waren sichtlich irritiert. Wo ist die gewohnte Kulisse? Wo setze ich mich hin? Was passiert den hier? Ganz bewusst haben Michi und Dirki von
„wir sind für euch da – ein Darstellungskombinat auf Weltruhmtour“ die „FrühLiveLateNight“ als einen adventlichen Kaffeeklatsch gestaltet, bei dem Musik, Wichteln und das gemeinsame Miteinander im Vordergrund stand. Die strahlenden, jedoch verwirrten Gesichter der Besucher entspannten sich beim Musizieren mit orffschem Instrumentarium und als sich dann völlig Unbekannte mit vorbereiteten Geschenken „bewichtelten“ war der Damm gebrochen und die weihnachtlich, warme Stimmung nahm überhand. Michi & Dirki erfüllten ihren selbstgestellten Auftrag „Liebe in die kalte Jahreszeit zu bringen“ wieder mal zu 100 %.
“Oh jeee Du fröhliche!” war der Titel des Fenster Nr. 22 des
Kunst&Kulturadventskalenders.
Lieselotte Boeltken und Hans Willi Schmidt präsentierten in einer (zum Teil theateralen) Lesung, schräge
Texte zur Weihnachtszeit. Die Beiden lasen Texte von u.a. Robert Gernhardt und Bernd Eilert mit verteilten Rollen, verstellten Stimmen und sehr viel Einsatz. Das Publikum genoss die mit hervorragender
Lesekunst vorgetragene satirisch / nachdenklichen Texte und wollte am Ende die beiden Schauspieler aus Mettmann und Neuss, die sich extra für dieses Projekt zusammen getan haben, gar nicht mehr von der
Bühne lassen. Begleitet wurde die Lesung von einem kleinen, aufziehbaren Orchestrion von 1900 das Schmidt mitbrachte. Ein Höhepunkt der Lesung war die gespielte Szene in der Dürer (Boeltken) dem reichen
Fugger (Schmidt) sein berühmte Hasenbild als weihnachtliches Gemälde „unterjubelt“. Ein großartiger Theaterabend.
Die letzte Künstlerin des Jahres… ...war die Organisatorin des 2.
kunst&kulturadventskalenders bachstraße Dagmar Reichel. Sie präsentierte Ihren Kurzfilm „Vergänglichkeit“ im Fenster Nr. 23. Dieser Film entstand für das Projekt „Sepulkralkultur“ an der FH
Niederrhein MG. Es zeigt den Tanz des Lebens mit dem Tod. Der Film der aus mehren hundert Einzelfotos entstanden ist zeigt den Tanz des Lebens mit dem Tod. Zu sehn war er als Videoprojektion in einem
Fenster. „Sehr starke Bilder!“ urteilte ein Zuschauer, der trotz des kalten Wetters den Weg auf die Bachstraße gefunden hatte.
„Alles in allem, wieder mal unglaublich das uns so
viele Künstler bei diesem Projekt unterstützt haben“ so Dirk Windbergs der zusammen mit Dagmar Reichel die Aktion ins Leben gerufen hat. „Jeden Tag ein neues Fenster und jeden Tag habe ich gedacht ob die
Ideen des heutigen Künstlers noch zu toppen sind? Und doch war ich jeden Tag aufs neue überrascht wie vielfältig die Möglichkeiten sind den beschränkten Raum Fenster/Türe zu füllen! Leider war das
Interesse der Bevölkerung nicht so groß. Mir ist nicht klar ob das daran liegt das wir hier ein wenig außerhalb sind oder der Weihnachtsstress zu groß war. Wir müssen überlegen ob wir 2008 wieder einen
Adventskalender machen, denn das Einzige was wir den teilnehmenden Künstlern bieten können ist Publikum. Wenn das nicht kommt stelle ich den Sinn der Aktion in Frage. Na mal schauen! Wir denken noch über
Alternativen nach.“.
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